Augsburg: Drei Festnahmen nach schwulenfeindlicher Attacke in Maxstraße
Nach der schwulenfeindlichen Attacke in der Augsburger Maxstraße hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen. Gegen sie wurde Untersuchungshaft angeordnet. Der Hauptverdächtige ist weiterhin flüchtig.

Nach der schwulenfeindlichen Attacke auf zwei Männer in der Augsburger Maxstraße vor einer Woche hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich dabei um junge Männer im Alter von 24 Jahren. Zwei von ihnen waren schon in der Tatnacht kurzzeitig festgehalten worden. Jetzt sitzen alle drei in Untersuchungshaft. Der Hauptverdächtige befindet sich aber nach wie vor auf freiem Fuß. Es handelt sich dabei um denselben Mann, der im Dezember 2019 einen Feuerwehrmann auf dem Augsburger Königsplatz mit einem Faustschlag ins Gesicht getötet hat. Er ist erst vor wenigen Monaten aus der Haft entlassen worden.
Die Polizei spricht von einer queerenfeindlichen Tat: Die Angreifer sollen die beiden jungen Männer geschlagen, getreten und als „Schwuchtel“ und „Missgeburt“ beschimpft haben. Sie wurden am Kopf und Oberkörper verletzt. Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus in München hat die Ermittlungen übernommen.