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13.11.2009

Landgericht schickt Güllemord-Angeklagten in die Psychiatrie

Das Augsburger Landgericht hat den Angeklagten im so genannten Güllemord-Prozess freigesprochen. Das Gericht ordnete aber an, dass der 35-jährige künftig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss.

Die Einweisung in die Psychiatrie war übereinstimmend von Staatsanwalt, Nebenkläger und Verteidigung gefordert worden. Der Angeklagte hatte gestanden, seine Eltern mit einer Axt erschlagen und in eine Güllegrube geworfen zu haben - Stimmen in seinem Kopf hätten ihm gesagt, die Opfer seien überhaupt nicht seine Eltern und ihn damit zu der Tat getrieben. Ein Gutachter hatte dem 35-jährigen daraufhin eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung bescheinigt. In der Urteilsbegründung heißt es nun, der Angeklagte sei nicht in der Lage gewesen, das Unrecht seiner Tat einzusehen.