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23.07.2009

"Bibliothek der verbrannten Bücher" kommt nach Augsburg

Die bedeutende Salzmann-Bibliothek kommt nach Augsburg: Am Freitag wird in München der Vertrag von Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch unterzeichnet.

Die einzigartige Sammlung aus rund 14.000 Büchern gibt einen repräsentativen Überblick über die in der NS-Zeit geächtete deutschsprachige Literatur. Nahezu alle Erstausgaben sowie alle weiteren Werke der rund 100 deutschen Schriftsteller und Publizisten, deren Bücher bei der von den Nazis organisierten "Bücherverbrennung" am 10. Mai 1933 ins Feuer geworfen und verboten wurden, sind hier kompakt versammelt. Als Quellensammlung in dieser Bestandsdichte gilt sie nicht nur in Deutschland, sondern weltweit als einzigartig. Mehrere wissenschaftliche Bibliotheken in Deutschland und in den USA hatten Interesse an einem Ankauf geäußert.

Der Bücherbestand wird in der Universitätsbibliothek Augsburg als eigenes Ensemble aufgestellt. Neben dem Einsatz in Forschung und Lehre wird die Sammlung in einem von der Universität Augsburg entwickelten breitgefächerten Vermittlungsangebot allen Interessierten zugänglich gemacht.

Unterzeichnen werden Georg P. Salzmann sowie Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch, Prof. Dr. Alois Loidl als Vizepräsident der Universität Augsburg und Wolfram P. Kastner für den Verein Patenschaften für verbrannte Bücher e. V.

Finanziell beteiligen sich die Universität und die Universitätsbibliothek Augsburg, das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, die Stadt Augsburg, die Landeszentrale für politische Bildung, die Bayerische Landesstiftung sowie private Spender.