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05.03.2020

Coronavirus: Infos für Arbeitnehmer

Messen werden abgesagt, Kindergärten sowie Schulen geschlossen und Arbeitsplätze bleiben leer. Das Corona-Virus prägt zurzeit unseren Alltag. In vielen Kindergärten sollen die Kinder sogar Zuhause bleiben, wenn sie nur Schnupfen haben. Hier erfahren Sie, was sie als Arbeitnehmer beachten müssen.

Mit Kindern : Nicht nur Kinder, die nur die kleinsten Krankheitssymptome aufweisen, vorsorglich Zuhause bleiben müssen, sondern auch Kinder, die in Risikogebieten Urlaub gemacht haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind Symptome der Lungenkrankheit aufweist. Arbeitnehmer können dabei nur im Notfall zu Hause bleiben, um ihre Kinder zu betreuen. Ob sie dann auch weiter ihr Gehalt bekommen, hängt aber davon ab, ob wirklich keine andere Betreuung möglich war. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber können allerdings auch Lösungen gefunden werden, wie etwa Überstunden abzubauen, im Homeoffice zu arbeiten oder Urlaub zu nehmen.

Nach Urlaub im Risikogebiet:  Arbeitnehmer, die in Risikogebieten Urlaub gemacht haben, können nicht automatisch zu Hause bleiben. Nur der Verdacht sich angesteckt zu haben reicht nicht aus. Geht man letztenendes doch nicht zur Arbeit, so könnte das als Arbeitsverweigerung gewertet werden. Wer den Verdacht tatsächlich als Risiko sieht, sollte mit dem Chef reden, der über mögliche Freistellung entscheidet.

Unter Quarantäne:  In einem solchen Fall hat man Anspruch auf Entschädigung, das heißt, der Arbeitgeber muss weiter das Gehalt zahlen. Die Beträge kann er sich später vom Staat wieder erstatten lassen. Maximal 6 Wochen zahlt der Arbeitgeber das Gehalt in voller Höhe weiter. Innerhalb dieses Zeitraums wird man in der Regel wieder gesund. Sollte das nicht der Fall sein, zahlt die Krankenkasse im Anschluss das sogenannte Krankengeld. Wer ohne Erlaubnis die Quarantäne verlässt, den könne das Gesundheitsamt zur Not per Gerichtsbeschluss zur Quarantäne zwingen.