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22.09.2020

AVV-Hackerangriff: Polizei ermittelt

Nach dem Hacker-Angriff auf den AVV laufen die polizeilichen Ermittlungen. Außerdem wurden laut dem Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund die Sicherheitsmaßnahmen erhöht und es werde zusätzlich eine IT-Sicherheitsfirma damit beauftragt, die Server des AVV auf mögliche Sicherheitslücken zu prüfen und diese zu schließen. Hacker hatten offenbar Zugriff auf zehntausende Kundendaten. Betroffen sind der Augsburger Allgemeinen zufolge Kunden, die beim AVV ein Abo abgeschlossen oder sich eine Zeitkarte gekauft haben. Die Hacker wollen aber wohl niemandem schaden, sondern auf das Datenleck aufmerksam machen.

 So äußert sich der AVV heute zum Hackerangriff:

 

 Hackerangriff auf AVV-Kundenportal

 

Polizeiliche Ermittlungen laufen – Sicherheitsmaßnahmen erhöht

 

 Der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. „Offenbar hatten Hacker zeitweise Zugriff auf einen Teil unserer Kundendaten”, erklärt AVV-Geschäftsführer Andreas Mayr. Details zu Art und Umfang des Angriffs und den betroffenen Datensätzen sind noch nicht bestätigt und Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen. 

 „Wir haben bereits erste Maßnahmen umgesetzt, um den Schutz der Kundendaten weiter zu erhöhen. Details dieser Maßnahmen können wir aus sicherheits- und ermittlungstaktischen Gründen nicht öffentlich machen”, so Mayr. Aktuell wird zusätzlich eine IT-Sicherheitsfirma damit beauftragt, die Server des AVV auf mögliche Sicherheitslücken zu prüfen und diese zu schließen.

 Die Hacker haben den AVV nach dem Angriff per E-Mail kontaktiert und dabei lediglich abstrakt auf Sicherheitslücken verwiesen, ohne jedoch spezifische Hinweise auf konkrete Sicherheitsprobleme zu geben. „Daraufhin haben wir umgehend die Polizei verständigt, Anzeige erstattet und die Datenaufsichtsbehörde informiert”, sagt Mayr. In der Folge meldete sich ein Kunde beim AVV, der angab, telefonisch von einem Hacker über den Datendiebstahl informiert worden zu sein.

 „Wir werden unsere Kundinnen und Kunden auf dem Laufenden halten und umgehend über die Ermittlungsergebnisse informieren”, sagt Mayr. Der oder die Hacker behaupten, keine betrügerischen Absichten zu haben und lediglich auf Datenbank-Schwachstellen hinweisen zu wollen.