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13.08.2019

Ausgesperrt - wie kommt man wieder rein?

Die jetzige Urlaubszeit ist Hochsaison für Schlüsseldienste. Denn ein unachtsamer Moment in der Hektik der Abreise in den Urlaub genügt, und schon ist die Haustür ins Schloss gefallen – und der Schlüssel noch drinnen. Jetzt ist guter Rat teuer. Besitzt man keinen Ersatzschlüssel, der frei zugänglich ist oder etwa beim Nachbarn deponiert wurde, steht man vor der Frage, wie sich die unabsichtlich verschlossene Tür wieder öffnen lässt. Der erste Reflex: den Schlüsseldienst rufen. Aber es gibt auch Möglichkeiten, die Tür in Eigenregie zu öffnen und sich die Kosten für den Schlüsselprofi zu sparen.

In Filmen und Serien ist immer wieder zu sehen, wie Polizisten oder Verbrecher geschlossene Türen ganz einfach mit einer Kreditkarte öffnen. Das funktioniert tatsächlich – allerdings nur dann, wenn die Tür einfach ins Schloss gefallen ist und nicht richtig abgeschlossen wurde. Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang die Verwendung einer Kundenkarte oder einer sonstigen Plastikkarte. Die Bankkarte sollte aber lieber nicht benutzt werden, da der Chip dabei beschädigt werden könnte. Die Karte wird zwischen Tür und Rahmen eingeführt und langsam von oben nach unten bewegt, bis die Schlossfalle berührt wird (in diesem Fall ist ein Widerstand zu spüren). Mit einer nach innen gerichteten Bewegung ist es dann möglich, die Tür zu öffnen. Diese Methode bedarf allerdings einiger Übung, sodass es sein kann, dass sich der gewünschte Effekt nicht sofort einstellt.
 
 Wenn nichts mehr hilft: Schlüsseldienst beauftragen
 
 Gibt es keine Möglichkeit, die Tür selbst zu öffnen und steht auch kein alternativer Zugang wie ein geöffnetes Fenster oder eine Hintertür zur Verfügung, bleibt oftmals nichts anderes übrig, als den Schlüsseldienst zu rufen . Hier gibt es aber einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, denn nicht jeder Eintrag im Branchenbuch oder im Internet verweist automatisch auf einen seriösen Anbieter in diesem Bereich. Schlüsseldienste, die keine vollständige Firmenanschrift angeben, können getrost ignoriert werden, ebenso wie Anbieter, die ihrem Namen Zusätze wie „AAA“ geben, um im Telefonverzeichnis als Erste gefunden zu werden. Nicht immer ist der erste Schlüsseldienst auch der Beste, sodass es sich lohnt, einen genaueren Vergleich anzustellen.
 
 Alle wichtigen Informationen am Telefon abklären
 
 Beim ersten Kontakt mit dem ausgewählten Schlüsseldienst ist es ratsam, bereits über die Gesamtkosten für den Einsatz zu sprechen. Ein seriöser Anbieter  veranschlagt unter der Woche tagsüber nicht mehr als 100 Euro, für den Einsatz am Wochenende oder in der Nacht werden etwa 180 Euro fällig. Höhere Preise gelten allgemein als nicht gerechtfertigt. Nicht nur die Kosten für das Türöffnen selbst, sondern auch die Anfahrt sollte im Erstgespräch thematisiert werden. Selbst wenn der Anbieter eine Ortsvorwahl hat, kann es dennoch sein, dass sich der Firmensitz in einem ganz anderen Ort befindet: In diesen Fällen kommen zum eigentlichen Einsatz hohe Anfahrtskosten hinzu.
 
 Rechnung ausstellen lassen und nicht bar bezahlen
 
 In jedem Fall sollten Kunden eines Schlüsseldienstes auf einer detaillierten Rechnung bestehen. Scheint diese zu hoch auszufallen, raten Experten dazu, diese nicht direkt zu bezahlen, auch dann nicht, wenn Druck ausgeübt wird. Im Zweifelsfall kann der Verbraucherschutz aufgesucht werden , um zu klären, ob die Kosten gerechtfertigt sind oder nicht. Bereits beglichene Rechnungen können gegebenenfalls anteilig rückerstattet werden, wenn sich herausstellt, dass der Preis deutlich zu hoch angesetzt war.