JVA Gablingen: Neue Vorwürfe wegen Aktenvernichtung

07. November 2024 , 07:30 Uhr

In der Affäre um mutmaßliche Misshandlungen in der JVA Gablingen gibt es neue bedenkliche Entwicklungen.

Demnach sollen Beschuldigte nach einer ersten Durchsuchung der Haftanstalt Unterlagen geschreddert haben, um Spuren zu verwischen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen daher ausgeweitet.

Ursprünglich richteten sich die Ermittlungen gegen zehn Verdächtige, darunter die ehemalige stellvertretende Anstaltsleiterin. Nun werden bereits 16 Beschuldigte untersucht. Die Beamten vermuten, dass die Beschuldigten Häftlinge in sogenannten „besonders gesicherten Hafträumen“ misshandelt haben.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Es geht um Körperverletzung im Amt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, die Unschuldsvermutung gilt für alle Beschuldigten.

Aktenvernichtung Augsburg Bayern Ermittlungen Häftlinge Justizskandal JVA Gablingen Misshandlung Staatsanwaltschaft

Das könnte Dich auch interessieren

13.03.2025 JVA Gablingen: Eisenreich sieht Misshandlungsvorwürfe als Einzelfälle Misshandlungsvorwürfe in JVA Gablingen. Justizminister äußert sich. 25.03.2025 JVA-Skandal Gablingen: 40.000 Handychats werden ausgewertet Im Zuge des JVA-Skandals in Gablingen wertet die Staatsanwaltschaft rund 40.000 Chats aus, die Hinweise auf gewalttätige Übergriffe auf Gefangene liefern könnten. 26.02.2025 JVA-Skandal Gablingen: Zeugenschulung sorgt für Kontroverse Nach Bekanntwerden von mutmaßlichen Folterungen in der JVA Gablingen plant die Gewerkschaft eine Zeugenschulung. Dies stößt auf Kritik. 19.12.2024 Neue Details zu Foltervorwürfen in JVA Gablingen: Bis zu 24 Tage in "Kellerloch" Die Vorwürfe gegen die Justizvollzugsanstalt (JVA) Gablingen haben eine neue Dimension erreicht. Das bayerische Justizministerium hat schockierende neue Details zu den Misshandlungen von Gefangenen bekanntgegeben. Demnach wurden Medienberichten zufolge einige Insassen bis zu 24 Tage ununterbrochen in isolierten Kellerzellen festgehalten. Diese Zellen, die eigentlich zum Schutz der Gefangenen dienen sollten, entpuppten sich als Orte der