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20.04.2017

Junger Mann steht wegen Menschenhandels und Zuhälterei vor Gericht

Er soll zwei Frauen die große Liebe vorgegaukelt, sie dann aber zur Prostitution gezwungen und geschlagen haben. Deswegen muss sich ein 22-jähriger Zeitsoldat demnächst vor dem Augsburger Landgericht verantworten. Die Anklageliste ist lang: Ihm werden schwerer Menschenhandel, Zuhälterei, vorsätzliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Der Angeklagte hat in Augsburg eine Bordellwohnung angemietet und die beiden 20- und 28-jährigen Frauen darin anschaffen lassen. Der Verdienst der beiden wanderte zum größten Teil in seine eigene Tasche, schreibt die Staatsanwaltschaft.

Der 22-Jährige verprach ihnen dafür einen Trauschein. Um die Frauen zu überwachen, hat er eine 20-jährige Prostituierte engagiert. Auch sie muss sich vor Gericht verantworten wegen Beihilfe. Wann der Prozess beginnt ist noch unklar. Den Angeklagten erwarten bis zu zehn Jahre Gefängnis. Er sitzt bereits in Haft, allerdings wegen anderer Delikte, unter anderem wegen einer herbeigeführten Sprengstoffexplosion, versuchten Diebstahls und räuberischer Erpressung.