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08.08.2017

Friedenspreis 2017 geht an Martin Junge vom lutherischen Weltbund

Der Augsburger Friedenspreis 2017 geht an den Generalsekretär des lutherischen Weltbundes, Dr. Dr. Martin Junge. Er hält über 140 Kirchen aus 98 Länder dieser Welt zusammen. Er selbst ist in Chile aufgewachsen, während der Militärdiktatur, hat Gewalt, Hass, Menschenrechtsverletzungen, Spannungen und Spaltung miterlebt . Das hat ihn geprägt und deshalb lautet auch sein Lebensmotto: „Warum Dinge getrennt tun, wenn man sie auch gemeinsam tun kann.“ Er setzt sich unerbittlich für Gleichberechtigung innerhalb und außerhalb seiner Kirche ein, und sucht ständig den Dialog zu anderen Kirchen.

Jetzt könnte man sagen, dass das sein Job ist. Aber in der Jurybegründung sagte der evangelische Regionalbischof Michael Grabow, dass sein Engagement über seine beruflichen Pflichten hinausgehe. Weiter sagte Grabow,  Martin Junge habe sich dadurch ausgezeichnet,  dass er das 500-jährige Reformationsjubiläum in diesem Jahr weltweit konfessionsübergreifend, auch  mit Katholiken  feiern will. Der mit 12.500 Euro dotierte Preis  wird alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich um ein tolerantes und friedfertiges Miteinander der Kulturen und Religionen verdient gemacht haben. Offiziell verliehen wird der Friedenspreis erst am 21. Oktober im Augsburger Rathaus. Zu den Preisträgern der letzten Jahren zählt unter anderem der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und verstorbene Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker.